Suchmaschinenoptimierung (SEO)

Keywordrecherche vs. Keywordanalyse: Was ist der Unterschied?

Keywordrecherche vs. Keywordanalyse: Was ist der Unterschied? // Bild: https://unsplash.com/photos/VHXiGXxwOQ4

Wer selbst schon einmal im Internet unterwegs war, was für die meisten gelten dürfte, wird auch mit der Suchmaschine Google Bekanntschaft gemacht haben, logisch. Und wie geht man dabei vor? Man gibt ein oder mehrere Wörter in die Google-Suchmaske ein, natürlich mit der Absicht, direkt ein oder gar mehrere Suchergebnisse zu erhalten, die der eigenen Suchintention möglichst gut entsprechen und Antworten oder Angebote auf Fragen oder Bedürfnisse geben.

Wörter, Wortphrasen oder ganze Sätze und Fragen, mit denen eine Google-Suche gestartet wird, werden in der Fachsprache allesamt „Keywords“ genannt. Wechselt man nun einmal die Perspektive von der Nutzersicht zur Anbietersicht, dürfte schnell klar werden, dass es ziemlich lukrativ sein kann, wenn man zu bestimmten Suchbegriffen, also Keywords, ganz oben in den Ergebnislisten erscheint. Tätigkeiten, die darauf abzielen, fallen in den Bereich der Suchmaschinenoptimierung, kurz: SEO.

Laut einem Artikel im MEGA-Magazin handelt es sich zur Beantwortung der Frage, welche relevanten Suchbegriffe der Nutzer in Google eingibt, um die Keywordrecherche. Sie ist wesentlicher Teil der Suchmaschinenoptimierung. Allerdings ist es nicht nur essentiell zu bestimmen, welche Keywords die richtigen, sondern ebenfalls danach zu fragen, welche dieser Keywords für die eigenen Online-Marketing-Ziele am vielversprechendsten sind.

Wozu braucht es SEO und Keyword-Recherchen?

Wer noch niemals eine kommerzielle Webseite besaß, wird vermutlich auch noch nie etwas von SEO gehört haben. Dabei ist SEO, also Suchmaschinenoptimierung, mittlerweile zu einem festen Bestandteil des modernen Online-Marketings geworden.

Suchmaschinenoptimierung zielt darauf ab, Webseiten hinsichtlich zentraler Rankingfaktoren, die von Suchmaschinenbetreibern bestimmt und durch einen Suchmaschinenalgorithmus analysiert werden, zu optimieren, um möglichst viele und gute Positionen zu spezifischen Suchanfragen in den organischen, d.h. nicht bezahlten Suchergebnislisten zu generieren.

Keywordrecherche vs. Keywordanalyse: Was ist der Unterschied?

Hinter dem Wort Suchmaschinenoptimierung verbirgt sich eine Vielzahl an Disziplinen, die jeweils für sich einen eigenen Fach- und Tätigkeitsbereich darstellen und nur von Experten in die Praxis umgesetzt werden können.

Da Online-Marketing und auch SEO aber im Vergleich zum klassischen Marketing noch in den Kinderschuhen stecken, existieren nur wenige – gute – Ausbildungen und Studiengänge zu diesem Thema, sodass Theorie und Praxis viel Eigenstudium erfordern, was aber auch ein Vorteil im hart umkämpften Online-Wettbewerb sein kann.

Aus übergeordneter Perspektive verfolgt Suchmaschinenoptimierung folgende Ziele:

  • Steigerung der Brand Awareness bzw. Markenpopularität
  • Entwicklung eines zusätzlichen, digitalen Absatzkanals
  • Erhöhung von Popularität und Reichweite
  • Erhöhung von Umsätzen, Gewinnen und anderen betriebswirtschaftlichen Kennzahlen
  • u.v.m.

Bevor derlei Ziele indes erreicht werden können, braucht es vorab eine Recherche und Analyse. Beides nimmt dabei die Perspektive potentieller Kunden und tatsächlicher Google-Nutzer ein.

Denn auch wenn viele Webseitenbetreiber meinen gänzlich ohne Analyse und Recherche zu wissen, wonach ihre Kunden und potentiellen Kunden tatsächlich bei Google suchen, ist dies meist nicht der Fall; und wenn doch, dann ist eine Liste an Begriffen meist nicht vollständig, was im Umkehrschluss bedeutet, dass wertschöpfende Potentiale nicht ausgenutzt werden.

Aus diesem Grunde braucht es eine vollständige, methodische und professionelle Keywordrecherche sowie Keywordanalyse, die teils manuell, teils aber auch unter Zuhilfenahme von SEO- oder Keyword-Tools in die Praxis umgesetzt werden müssen.

Ziele und Ergebnisse der Keywordrecherche und -analyse

Die Keywordrecherche beschäftigt sich vordergründig mit der Frage, welche für das eigene Projekt relevanten Suchbegriffe überhaupt existieren. Sie hat demnach zum Ziel, eine möglichst vollständige Liste an Suchbegriffen zu generieren, die darstellt, welche konkreten Terme von potentiellen Kunden in die Google-Suchmaske eingegeben werden.

Hat man diese Liste generiert, ist es damit aber noch längst nicht getan. Bedenkt man, dass ein Keyword nicht nur aus einem, sondern auch aus mehreren Wörtern, ganzen Sätzen und Fragen bestehen kann, wird deutlich, dass es mitunter sehr viele relevante Begriffe geben kann.

Zudem können sich einige dieser Keywords auch gleichen, also semantisch exakt dasselbe beinhalten, nur anders formuliert sein. Ferner ist es möglich, dass einige Begriffe zwar von potentiellen Kunden gesucht werden, diese allerdings aus ganz unterschiedlichen Gründen nicht sonderlich aussichtsreich sind.

Mit der Bewertung von Keywords hinsichtlich wichtiger Parameter beschäftigt sich wiederum die Keywordanalyse. Zusammen sind Keywordanalyse und die vorherige Keywordrecherche zentrale Voraussetzungen zur Entwicklung einer zielgerichteten und effektiven SEO-Strategie.

Die Keywordrecherche…

  1. hat das Ziel, eine möglichst umfangreiche und nahezu vollständige Liste an relevanten Keywords zu generieren.
  2. klärt offene Contentfragen, beispielsweise auf welche Fragen oder Bedürfnisse potentieller Kunden bzw. der eigenen Zielgruppe eine Webseite oder spezifische Unterseite Antworten und Lösungen bereitstellen sollte.

Die Keywordanalyse…

  1. erfolgt grundsätzlich nach abgeschlossener Keywordrecherche.
  2. hat das Ziel, die aus der Keywordrecherche hervorgegangenen Suchbegriffe zu bewerten.
  3. vermittelt Informationen über die Wettbewerbsintensität von Suchbegriffen und unterstützt bei der Kosten-Nutzen-Bewertung von Optimierungsvorhaben einzelner Keywords und Keyword-Gruppen.
  4. klärt über die vermeintliche Suchintention auf, die sich hinter einem Suchbegriff verstecken kann, und hilft somit, die Absicht von Nutzern besser zu verstehen, um auf Basis dessen den richtigen Content zu entwickeln.

Herausforderungen bei der Keywordrecherche

Die herausfordernden Aufgaben, vor denen Webmaster oder auch SEO-Experten heutzutage stehen, liegen nicht nur in der Komplexität von Keywordrecherche und -analyse selbst, sondern beispielsweise auch in noch immer offenen Fragen zum Google-Algorithmus, der überspitzt formuliert als das wohl wertvollste Geheimnis des digitalen Zeitalters bezeichnet werden darf.

Zwar gibt der weltweit größte Suchmaschinenanbieter in seinen Google Webmaster Guidelines Hinweise und Empfehlungen für Suchmaschinenoptimierung, verwehrt der Öffentlichkeit jedoch konkrete Informationen über seinen Algorithmus und verweigert sogar eine Stellungnahme zu konkreten Rankingfaktoren, wodurch es offenkundig schwierig ist, Suchmaschinenoptimierung zu betreiben und die gewünschten Ergebnisse von SEO-Maßnahmen zu garantieren.

Klar ist allerdings, dass Inhalte, in der Fachsprache nur als Content bezeichnet, an oberster Stelle stehen. Google erwirtschaftet Gewinne über kostenpflichtige Suchanzeigen. Diese kann Google jedoch nur teuer verkaufen, wenn möglichst viele Menschen die Suchmaschine nutzen. Aus diesem Grunde ist für die Suchmaschine aus Kalifornien oberstes Gebot, Nutzerzufriedenheit mit ihren Suchergebnissen sicherzustellen.

Für Webmaster folgt daraus, dass sie trotz ihrer kommerziellen Absicht sowie ihrem betriebswirtschaftlichen Denken ihre Ziele nur werden erreichen können, wenn sie gute bzw. im Vergleich zur direkten Konkurrenz bessere Inhalte zu den wichtigsten Suchbegriffen offerieren. Und dieses Ziel kann einzig und allein durch eine vollumfängliche Keywordrecherche und Keywordanalyse erreicht werden.

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