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Fake-Bewertungen im Internet erkennen

Fake-Bewertungen im Internet erkennen

Seit Beginn der Corona-Pandemie kaufen die Menschen noch mehr über das Internet als bereits zuvor. Im Schnitt bekommt jeder Deutsche etwa 24 Pakete pro Jahr zugestellt, die bei einem der unzähligen Online-Shops bestellt wurden. Dabei werden viele Kunden in Ihrer Kaufentscheidung durch vorhandene Kundenbewertungen beeinflusst, denen man allerdings nur eingeschränkt Glauben schenken sollte. Warum das so ist und wie man Fake-Bewerbungen von echten Rezensionen unterscheiden kann, das verraten wir Ihnen im Folgenden. 

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay 

Geringe Aussagekraft

Viele Konsumenten im Internet machen ihre Kaufentscheidung von den vorhandenen Kundenbewertungen abhängig. Laut einer Studie wird Online-Rezensionen sogar mehr Bedeutung geschenkt als den Empfehlungen von Freunden oder Bekannten. Am meisten vertrauen die Konsumenten hierzulande den Bewertungen auf Amazon, wobei diese häufig nicht den Tatsachen entsprechen. Pro Jahr werden dort nämlich etwa 13 Millionen Versuche unternommen, unechte Bewertungen abzugeben und dabei handelt es sich lediglich um unterbundene Versuche, sodass die Dunkelziffer weitaus höher liegen dürfte. Darum sollte man Online-Rezensionen immer mit einer gewissen Grundskepsis begegnen und sich alternativ mithilfe von seriösen Produkt-Reviews über die Qualität von Produkten informieren.  

Warum Fake-Bewerbungen?

Die Gründe, weshalb Menschen Fake-Rezensionen im Internet verfassen oder Produkte willkürlich positiv bewerten, sind äußerst vielfältig. Während einige Unternehmen sogar für positive Bewertungen bezahlen, erfolgend andere Bewertungen wiederum aus Langeweile. Negative Bewertungen werden dagegen häufig in Folge einer Enttäuschung verfasst und schießen daher häufig ebenfalls über das Ziel hinaus.   

Gesponserte Werbung muss gekennzeichnet werden

Sofern es sich bei einer Rezension um eine bezahlte Bewertung handelt oder wenn Nutzer eine Belohnung für das Verfassen einer Rezension erhalten haben, dann müssen diese entsprechend gekennzeichnet werden. Das fordert zumindest die Verbraucherzentrale Bundesverband. Denn durch Bewertung werden Nutzer in Ihrer Kaufentscheidung beeinflusst und müssen daher unterscheiden können, ob es sich bei Rezensionen oder Bewertungen um gesponserte Inhalte handelt.  

So erkennt man Fake-Rezensionen

Da es bislang keine Kennzeichnungspflicht für gesponserte Rezensionen gibt, müssen die Konsumenten dazu in der Lage sein, gesponserte Inhalte von seriösen Rezensionen zu unterscheiden. Das ist allerdings äußerst schwierig, da derartige Inhalte sowohl von dem Betreiber einer Online-Plattform selbst sowie auch von Konkurrenten verfasst werden können. Zumeist werden solche Rezensionen heute von Agenturen verfasst, welche auf die Erstellung von Fake-Bewertungen und Rezensionen spezialisiert sind. 

Dennoch gibt es einige Möglichkeiten, um seriöse von unseriösen Bewertungen zu unterscheiden, wozu unter anderem die Folgenden zählen:

  • Wird ein Produkt anfangs immer schlecht bewertet und erhält plötzlich auffällig viele positive Bewertungen, kann dies ein Hinweis auf unseriöse Bewertungen sein. 
  • Überprüft man die Profile vermeintlicher Kunden und sieht, dass diese an einem Tag drei Produkte der gleichen Art bewertet haben, spricht dies dafür, dass die Person Fake-Bewertungen verfasst.
  • Auch wenn Nutzer an einem Tag verschiedene Unternehmen in unterschiedlichen Städten bewerten, kann dies ein Hinweis auf unseriöse Bewertungen darstellen. 

Die Länge einer Rezension lässt keinerlei Rückschlüsse darauf zu, ob es sich dabei um eine seriöse Bewertung handelt. Denn einige Menschen sind von einem Produkt derart begeistert, dass diese ihre Erfahrungen im Internet möglichst ausführlich teilen möchten. Aus diesem Grund ist es heute wirklich schwierig, seriöse von unseriösen Bewertungen zu unterscheiden.   

Es gibt keine Garantie auf echte Rezensionen

Nicht nur Bewertungen und Rezensionen, sondern auch Produkttests sind nicht immer objektiv. Bereits wenn die Tester ein Produkt behalten dürfen, kann sich dies in der Bewertung niederschlagen. Doch eine Belohnung für eine positive Bewertung zu erhalten ist im Grunde wettbewerbswidrig. 

Deshalb können Bewertungen im Internet als eine Art von Werbung betrachtet werden, weshalb es auch strafbar ist, falsche Bewertungen abzugeben. Doch diese nachzuweisen, ist in den meisten Fällen fast unmöglich, wodurch es äußerst schwierig ist, gegen falsche Bewerbungen vorzugehen. 

Aus diesem Grund müssen die Kunden mit der Zeit ihre eigenen Erfahrungen sammeln und sind bei dem Kauf über das Internet glücklicherweise durch das Widerrufsrecht geschützt. Komplett ignorieren sollte man Rezensionen und Bewertungen nicht, doch diese am besten miteinander vergleichen. 

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