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Kryptowährungen

Einführung von Proof of Stake wieder verschoben – Was bedeutet das für Ethereum?

Nachdem vor einigen Monaten bereits bekannt geworden ist, das die Versprechen der Ethereum Macher, nicht umzusetzen sind, wollte man zumindest Stückweise damit beginnen die neue Proof-of-Stake Technologie ins Ethereum Netzwerk einzupflegen. Dabei geht es um eine Technik mit der keine hohen Rechenleistungen mehr benötigt werden um Teil des Ethereum Netzwerks zu sein, sondern viel mehr eine gewisse Summe an gehaltener Kryptowährung. Die Energieeinsparungen die dadurch entstehen sollte lag, so die Machen bei mehr als 99,8% des derzeitigen Energiebedarfs.

Schnell hatte sich jedoch in diesem Jahr herausgestellt, das die Proof-of-Stake Methode zwar grundlegend funktioniere, aber leider nicht so gut skalierbar sei, wie angenommen. Als lächerlich und blauäugig bezeichnete, im Nachhinein, Etheruem Erfinder Vitalik Buterin seine Versprechen in einem eigenen Blogpost. Er habe schlicht unterschätzt wieviel arbeit die Sache machen würde und vor allem wie lange es dauern würde das gesamte System zu entwickeln und skalierbar zu halten.

Das war der bisherige Stand der Dinge, doch im Frühjahr 2022 sollte das Proof-of-Work Verfahren, das bisher für viele Kryptowährungen angewendet wird, als sogenannte Node 0 in der neuen Proof-of-Stake Methode eingeführt werden. Damit hätte man Proof-of-Stake starten können und in kleinem Maße betreiben können, während man an der Skalierbarkeit arbeitet und letztlich das alte Verfahren komplett ablöst. Dabei wäre das bestehende Stromintensive Verfahren als ein Teil des neuen Systems integriert worden, bis dieses schließlich irgendwann läuft. Solange hätten sich beide Infrastrukturen gegenseitig ergänzt. Der Vorteil hätte auf der Hand gelegen, denn so hätte man beliebig zwischen beiden Systemen hin und her skalieren können, bis es läuft. Die bisherige Leistung wäre davon jedoch nicht betroffen gewesen und man hätte sozusagen am offenen System ergänzen können.

Wie jetzt jedoch bekannt geworden ist, wird wohl auch aus dem schnellen Start des Proof-of-Stake Verfahrens nicht. Genaus Gründe hierfür wurden bisher nicht öffentlich gemacht, lediglich Buterin meldete sich erneut zu Wort und bestätigte das es wohl noch eine Weile dauern würde bis Proof-of-Stake starten kann. Das heißt das wir wohl noch einiges davon entfernt sind, eine umweltfreundliche Kryptowährung zu bekommen.

Der klassische Markt, rund um den Kryptocoin Ethereum zeigte sich derweil allerdings relativ unbeeindruckt von dieser Entwicklung. Kryptobörsen wie bitcode ai verzeichnen daraufhin nur wenige Kursschwankungen und konnten einige Tage nach dieser Botschaft sogar ein sattes Kursplus verzeichnen. Offenbar scheint die Community den glauben noch lange nicht verloren zu haben und den Kryptocoin weiterhin zu unterstützen. Vielleicht sehen aber auch gerade jetzt viele Anleger ihre Chance noch schnell auf den fahrenden Hypetrain aufzuspringen der in den letzten Wochen und Monaten immer langsamer geworden ist. Vielleicht nur um bald auch wieder Fahrt aufzunehmen.

Eine umweltfreundliche Kryptowährung ist sicherlich das Ziel vieler Organisationen, doch diese durchzusetzen und vor allem weiterhin sicher und zuverlässig sowie unabhängig zu halten dürfte zu einem großen Problem werden. Gerade die Kryptografie spielt hier ja eine große Rolle und die derzeitigen Pläne, wie sie zum Beispiel die europäische Nationalbank für den E-Euro schmiedet sind alles andere als das. Ethereum hingegen soll in Zukunft weniger Energie brauchen und die verarbeitenden Nodes bürgen quasi mit dem eingelegten Vermögen, also ihrem “Stake” für die Richtigkeit der Angaben.

Das Verfahren ist derzeit leider noch recht unsicher, denn es ist zu vorhersehbar. Wer, wann den nächsten Block der Blockchain bearbeitet und die Lösungen für die Transaktionen stellt, ist beim derzeitigen Verfahren eher Zufallsgeneriert, anhand der Gesamtleistung des eigenen Netzwerkes. In einem Proof-of-Stake Verfahren hingegen zählt nicht wer die meiste Rechenleistung hat und wessen Block als erstes fertig bearbeitet ist, sondern wer am meisten Geld eingelegt hat. Somit könnte man das Netzwerk auch einfacher manipulieren. Das ist einer der großen Punkte an dem derzeit noch gearbeitet wird.

Was beim Proof-of-Stake Verfahren in einem kleinen Gebäude mit 20  Nodes funktioniert kann weltweit leider viel zu leicht verfolgt und vorgerechnet werden. Das ist der Grund warum das Proof-of-Stake Verfahren derzeit noch nicht eingeführt worden ist. Hier muss noch ein wenig daran gearbeitet werden die Transaktionen und die Verarbeitung der Nodes zufälliger und sicherer zu machen. Bis dahin werden wir wohl oder Übel noch ein wenig auf weitere Erfahrungen und Entwicklungen im Ethereum Bereich warten müssen. Das Aus für Ethereum dürfte damit aber noch lange nicht gegeben sein, denn die Währung erfreut sich, wie bereits erwähnt, weiterhin massiver Beliebtheit und kann durchaus eine Menge Umsatz vorweisen. Gerade die Kurssprünge der letzten Tage beweisen das Ethereum weit entfernt vom Aus ist.

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