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VPN

Warum Sie ein VPN brauchen – und wie Sie das richtige Angebot auswählen

Ein VPN ist ein wesentliches Abwehrmittel gegen verschiedenste Spielarten der Cyberkriminalität und weitere Risiken im Netz. Sie sollten auf den Schutz deshalb nicht verzichten. Warum genau Sie ein VPN brauchen und wie Sie den richtigen Anbieter auswählen, erklären wir hier.

Was ist ein VPN?

Was ist ein VPN? // Bild von Stefan Coders auf Pixabay

Ein virtuelles privates Netzwerk (VPN) beschreibt den Aufbau einer geschützten Netzwerkverbindung innerhalb der öffentlichen Netzwerke. VPNs werden häufig auch als Tunnel bezeichnet. Die Netzwerkverbindung ist von Dritten nicht einsehbar. Sie benötigen für ein VPN keine zusätzliche Hardware. VPNs sind ein Softwareprodukt.

Technisch lassen sich verschiedene Arten von VPN unterscheiden. SSL-VPNs werden häufig von Unternehmen eingesetzt, die ihren Mitarbeitern im Home Office nicht durchgängig Hardware zur Verfügung stellen können. Die Mitarbeiter nutzen dann private Geräte. Hier kann sich eine SSL VPN Lösung eignen. Diese setzt lediglich ein HTML 5 fähigen Browser voraus, über den Mitarbeiter im Home Office eine Loginseite aufrufen.

Ein Site-to-Site-VPN ist häufig in größeren Unternehmen anzutreffen. Relevant ist diese Variante, wenn Unternehmen an mehreren Standorten arbeiten, die über jeweils eigene lokale Netzwerke verfügen.

Sehr verbreitet sind Client-to-Server-VPNs.Dabei sind Sie nicht über ihren Internetprovider mit dem Netz verbunden, sondern direkt über den VPN Provider.

Anwender müssen sich über die Art des VPNs weniger Gedanken machen als über die Art der Installation. Hier lassen sich VPN Clients, Browsererweiterungen und Router VPNs unterscheiden.

Für einen eigenständigen VPN Client müssen Sie eine Software installieren und nach den Vorgaben des Providers konfigurieren. Browsererweiterungen sind noch ein Stück einfacher, schützen aber nur die Daten des Browsers. Router VPNs eignen sich, wenn sie all Ihre Geräte zu Hause schützen möchten. Dann müssen Sie das VPN nur auf Ihrem Router und nicht auf allen Geräten einzeln installieren.

Was bewirkt der Einsatz eines VPNs?

Wenn Sie sich über ein VPN mit dem Internet verbinden, leitet das VPN Sie über einen speziellen Remote Server um. Dieser wird durch einen VPN Host ausgeführt. Zum Ursprung ihrer Daten wird deshalb der VPN Server. Ihre IP-Adresse ist dagegen nicht zu sehen. Dritte – nicht einmal Ihr Internet-Service-Provider (ISP) können so nicht nachvollziehen, welche Webseiten Sie besuchen, welche Daten Sie in Formulare eingeben, wonach Sie im Netz suchen etc.

Die Verschleierung der IP-Adresse ist jedoch nicht alles. Das VPN verschlüsselt sämtliche gesendete und empfangene Daten mit einem sicheren Verfahren, das die Daten für Dritte unbrauchbar macht. Dies ist ein großer Sicherheitsgewinn. Senden und empfangen Sie Daten unverschlüsselt, können diese durch jeden sichtbar gemacht werden. Hacker benötigen dafür lediglich einen Netzwerkzugriff. Surfen Sie dagegen mit einem VPN, lassen sich die Daten nicht mehr entschlüsseln.

Das VPN verschlüsselt nicht nur den Datenverkehr, sondern auch Protokolle. Dazu gehören zum Beispiel der Suchverlauf im Browser und Cookies. Vor allem die Verschlüsselung von Cookies verhindert, dass Sie Dritten ungewollt sensible Daten wie zum Beispiel Kreditkarteninformationen zur Verfügung stellen.

Die Verschleierung der IP-Adresse bietet einen weiteren Vorteil: Der Standort ist Dritten nicht bekannt. Dadurch können Sie das sogenannte Geoblocking umgehen, das immer häufiger zum Einsatz kommt. Ein prominentes Beispiel für angewandtes Geoblocking sind Streamingdienste.

Diese blockieren bestimmte Inhalte für Nutzer mit IP-Adressen aus vielen Ländern. Wenn Sie einen Streamingdienst über das VPN ansteuern und einen Remote Server in den USA wählen, gelten sie aus Sicht des Dienstes als US Kunde – und können auch alle in den USA freigeschalteten Inhalte sehen.

VPN: Besonders wichtig bei Remote Work

Besonders wichtig sind VPNs bei Remote Work. Vielleicht arbeiten Sie im Homeoffice und müssen auf wichtige Informationen aus dem Intranet zugreifen. Schon allein aus Compliancegründen muss dies über eine sichere Verbindung geschehen.

Sehr wichtig ist der Einsatz von VPNs zudem in öffentlichen, ungeschützten Netzwerken – in denen Sie sich zum Beispiel im Café, in öffentlichen Verkehrsmitteln etc. bewegen. Wenn Sie hier Daten senden und empfangen ohne ein VPN zu nutzen, legen Sie Ihre Privatsphäre geradezu fahrlässig offen.

Was macht ein gutes VPN aus?

Ein gutes VPN kostet nicht allzu viel Geld. Auf kostenlose Angebote sollten Sie allerdings verzichten. Solche VPN Anbieter verdienen Geld mit Werbung oder – im schlimmsten Fall – dem Verkauf Ihrer Daten. Dies führt das VPN Prinzip ad absurdum. Sie können effektiven Schutz bereits für wenige Euro im Monat erwerben.

Schutz für alle Endgeräte

Wenn Sie sich für einen Anbieter entschieden haben, können Sie das VPN herunterladen und auf allen Endgeräten installieren. Es ist sehr wichtig, dass die Lizenz ist nicht nur Ihren heimischen PC, sondern auch alle Smartphones und Tablet-PCs und idealerweise auch ihren Smart TV schützt. Besonders wichtig ist der Schutz bei mobilen Endgeräten, die Sie außerhalb ihres Heimnetzwerks nutzen. Das Heimnetzwerk ist zumeist WPA2 oder WPA3 verschlüsselt bietet damit immerhin einen gewissen Schutz. Öffentliche Netzwerke sind dagegen häufig gar nicht geschützt.

Zwei-Faktor-Authentifizierung

Die sichere Verbindung sollte allein Ihnen vorbehalten sein. Deshalb sollte der Zugang zum VPN möglichst mit einer Zwei Faktor Authentifizierung geschützt sein. Idealerweise geben Sie zum Login ein sicheres Passwort ein und erhalten zusätzlich eine TAN auf ihr Mobilgerät gesendet. Erst nach der Eingabe der TAN wird der Zugang freigeschaltet. So erschweren Sie dritten den Zugriff auf Ihr VPN erheblich.

No-Log-Politik

Ein VPN dient auch zum Schutz der Privatsphäre gegenüber Dritten wie Webseitenbetreibern oder auch dem eigenen ISP, Behörden etc. Was aber, wenn der VPN Provider Ihre Bewegungsdaten erhebt, speichert, analysiert und weiterverkauft? Damit es dazu nicht kommt, sollten Sie auf seriöse Provider mit einer No-Log-Politik setzen. Diese Provider speichern erst gar keine Daten – und können sie selbst auf Druck von Behörden auch nicht herausgeben.

Kill Switch Feature


Was, wenn das VPN plötzlich nicht mehr funktioniert? Dann sind gesendete und empfangene Daten plötzlich doch für Dritte sichtbar. Ein Kill Switch Feature unterbindet dies zuverlässig. Das Feature schließt automatisch vorab ausgewählte Programme, wenn die VPN Verbindung unterbricht. So verhindern Sie, dass durch den Betrieb dieser Programme sensible Daten verloren gehen.

 Fazit

Mit einem VPN schützen Sie Ihre Daten und Privatsphäre gegen Cyberkriminelle, aber auch gegen datenwütige Webseitenbetreiber, Behörden und sogar gegenüber Ihrem eigenen Internet-Service-Provider. Durch ein VPN sind Sie sehr viel sicherer im Netz unterwegs – und zudem anonym.

Dies bringt Vorteile – etwa, wenn es darum geht, Geoblocking zu umgehen. Wählen Sie einen seriösen VPN Provider aus und lassen Sie kostenlose (= werbefinanzierte) Angebote links liegen. Achten Sie auf No-Log-Politik, Kill Switch Feature und Zwei Faktor Authentifizierung. Schützen Sie zudem alle Ihre Geräte durch ein VPN und nicht nur ihren PC.

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